Prompt Injection: Wenn fremde Inhalte die KI steuern

Bei Prompt Injection verstecken Angreifer Anweisungen in Daten, Webseiten oder Dokumenten, die ein KI-System eigentlich nur auswerten sollte.

Wissensstufe: , Status: Zuletzt geprüft: 28.07.2026Primärquelle: BSI: KI und Cyberbedrohungen
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Sprachmodelle trennen Befehle und Daten nicht zuverlässig wie klassische Programme. Ein Agent kann deshalb eine bösartige Anweisung aus einem Dokument übernehmen und anschließend Daten preisgeben oder ein Werkzeug falsch verwenden.

Direkte und indirekte Injection

Direkte Angriffe stehen in der Nutzereingabe. Indirekte Angriffe liegen in externen Inhalten wie Webseiten, E-Mails, PDFs, Bildern oder Datenbankeinträgen, die das System verarbeitet.

Mögliche Folgen

  • Umgehung interner Regeln
  • Offenlegung vertraulicher Informationen
  • Manipulation einer Zusammenfassung oder Entscheidung
  • Missbrauch verbundener Werkzeuge
  • Versteckte Weiterleitung zu schädlichen Inhalten

Schutzmaßnahmen

  • Externe Inhalte grundsätzlich als nicht vertrauenswürdige Daten behandeln
  • Werkzeugrechte minimieren
  • Kritische Aktionen separat bestätigen
  • Ausgaben und Parameter technisch validieren
  • Geheimnisse nicht in den Modellkontext geben
  • Protokollierung und Tests mit Angriffsmustern

Keine vollständige Textfilter-Lösung

Prompt Injection lässt sich nicht allein durch eine Liste verbotener Wörter zuverlässig verhindern. Die Systemarchitektur muss mögliche Fehlentscheidungen begrenzen.

Quellen und Rechtsstand

Prüfstand: 28.07.2026. Rechtliche Beiträge dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Rechtsberatung.