Thema: Herkunft und Authentizität

  • Content Credentials und C2PA: Herkunft statt KI-Detektor

    C2PA verfolgt einen Herkunftsansatz: Ein Manifest kann dokumentieren, welches Gerät oder Programm einen Inhalt erzeugt oder verändert hat. Das beweist nicht, dass eine Aussage wahr ist, schafft aber überprüfbare Informationen über die Bearbeitungskette.

    Was gespeichert werden kann

    • Herkunft eines Bildes, Videos, Audios oder Dokuments
    • Verwendete Anwendungen und Bearbeitungsschritte
    • Zeitpunkte und kryptografische Bindungen an den Inhalt
    • Hinweise auf generative oder manipulative Verarbeitung

    Was es nicht beweist

    • Dass die dargestellte Szene tatsächlich stattgefunden hat
    • Dass alle früheren Bearbeitungsschritte vollständig dokumentiert wurden
    • Dass ein Inhalt ohne Credentials automatisch falsch ist
    • Dass Metadaten niemals entfernt oder durch Plattformen verloren gehen

    Vorteil gegenüber Detektoren

    Ein Detektor versucht aus dem fertigen Inhalt zu raten, ob KI beteiligt war. Provenienzsysteme dokumentieren dagegen den Entstehungs- und Bearbeitungsweg, sofern beteiligte Werkzeuge sie unterstützen.

    Praxis

    Bei eigener Medienproduktion Credentials möglichst erhalten, sichtbare Kennzeichnungen ergänzen und die Originaldateien sicher archivieren.

    Quellen und Rechtsstand

    Prüfstand: 28.07.2026. Rechtliche Beiträge dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Rechtsberatung.