Nicht jede Automatisierung braucht einen autonomen Agenten. Vorhersehbare Aufgaben sind mit festen Workflows oft günstiger, kontrollierbarer und leichter zu testen. Agenten sind vor allem dann sinnvoll, wenn der Lösungsweg nicht vollständig im Voraus festgelegt werden kann.
Einfach erklärt
Ein Workflow ist wie ein Rezept mit festen Schritten. Ein Agent ist eher wie eine Fachkraft, die ein Ziel erhält und innerhalb vorgegebener Grenzen entscheidet, welche Schritte nötig sind.
Typische Workflow-Muster
- Nacheinander ausgeführte Schritte
- Verzweigung nach festen Regeln
- Mehrere Modelle arbeiten parallel
- Eine Instanz bewertet das Ergebnis einer anderen
- Menschliche Freigabe an definierten Punkten
Wann ein Workflow genügt
- Eingaben und Ausgaben sind klar definiert
- Der Prozess ändert sich selten
- Fehler müssen leicht nachvollziehbar sein
- Rechtliche oder finanzielle Risiken verlangen feste Kontrollen
Wann ein Agent sinnvoll sein kann
- Die Aufgabe erfordert flexible Recherche
- Unterschiedliche Werkzeuge müssen situationsabhängig kombiniert werden
- Zwischenergebnisse verändern den weiteren Lösungsweg
- Es gibt eine messbare Erfolgsbedingung und sichere Grenzen
Praxisregel
Zuerst den einfachsten kontrollierbaren Workflow bauen. Agentische Entscheidungen nur dort ergänzen, wo feste Regeln den tatsächlichen Varianten nicht gerecht werden.